Kategorie-Archiv: Europäische Union

Chancengleichheitskonferenz in Leipzig

Am 13.09.2010 findet in Leipzig eine Chancengleichheitskonferenz statt.

Der Fokus liegt auf der europäischen Perspektive, mit Beiträgen aus der Tschechischen Republik, Frankreich und Polen zum Thema Chancengleichheit. Ein Podiumsdialog wird dem Thema “Gleiche Chancen am Arbeitsmarkt – Gewinn für alle Beteiligten” gewidmet. Auf dem Podium diskutieren werden u.a. VertreterInnen des Unternehmensverbands Sachsen e.V., der Bundesagentur für Arbeit Leipzig und des sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz Dresden.

Die Konferenz wird von der Wisamer Bildungsgesellschaft mbH veranstaltet und von mir moderiert.

Summer School: Wohin geht die Geschlechterpolitik der EU?

Das Harriet Taylor Mill-Institut der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin veranstaltet eine Summer School, die vom 16. bis 23. Juli 2010 unter dem Titel stattfinden soll: Wohin geht die Geschlechterpolitik der EU? Bilanz und Perspektiven im Bereich Arbeitsmarkt und Beschäftigung. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei: Prof. Dr. Friederike Maier.
In meinem Workshopbeitrag beschäftige ich mich mit der Frage Gender Diversity Management in Europa – Wie können wir Europa zu einer lernenden Region in Sachen Gender Diversity entwickeln?

Veranstaltung: Gleichstellung von Frauen und Männern – der Beitrag Europas

60 Jahre Gleichstellung im Grundgesetz – die Europawahlen vor der Tür….
am 27. Mai 2009 hatte die Europäische Kommission in Kooperation mit dem Deutschen Frauenrat in Berlin zu einer Veranstaltung geladen. Diskutiert wurde der Beitrag Europas in Sachen Gleichstellung der Geschlechter und die Entwicklung des Gleichstellungsrechts in Deutschland. Teilgenommen haben u.a. Brigitte Triems, Präsidentin der Europäischen Frauenlobby (EWL), Xenuia Mohr, Gleichstellungsbeauftragte bei IKEA Deutschland und Frank Bayreuther, FU Berlin. Moderation: Claudia Neusüß
Einladungfinal.pdf

Bloghinweis: Frauen in Europa – mischen sich ein!

Das Büro der Gleichstellungsbeauftragten in Mannheim lädt zu einem interessanten online Diskussionsforum ein:

“Am 7. Juni 2009 wird ein neues europäisches Parlament gewählt. Für uns ein wichtiger Anlass, um auf die Fortschritte aufmerksam zu machen, die wir Frauen von der oft und oft zu Unrecht gerügten EU-Gesetzgebung hatten. Aber auch um der Frage nach zu gehen, ob dieser Prozess mit der Erfüllung des „Amsterdamer Vertrages“ ins Stocken geraten ist. In welche Richtung bewegt sich die Gleichstellungspolitik derzeit, vorwärts, rückwärts oder überhaupt nicht?

FRAUEN IN EUROPA – ist sicher kein neues Thema und mehr als einmal in letzten Jahren Titel von Kongressen, Fachtagungen und zahlreichen Publikationen gewesen. Wir, das Büro der Frauenbeauftragten der Stadt Mannheim möchten dennoch genau dieses Thema erneut aufgreifen, um es mit Ihnen in einem Blog zu diskutieren. Ihre Beiträge bilden die Grundlage für eine geplante transnationale Fachtagung im April 2009 in Mannheim.

Der zweite Themenschwerpunkt dieses Blogs betrifft die Situation der Frauen in den neuen Beitrittsländern, insbesondere in den Staaten des ehemaligen Ostblocks. Die teilweise große Diskrepanz, die zwischen der rechtlichen Situation der Frauen in den alten EU-Ländern und den neuen Beitrittsländern herrscht, darf nicht durch eine Angleichung nach „unten“ nivelliert werden. Wie kann die EU Druck auf die nationalen Regierungen ausüben? Wie können Frauenorganisationen Druck auf die nationalen Regierungen ausüben? Und welche Handlungsmöglichkeiten bieten hierbei EU-Projekte?

Der Blog ist ein Forum, um über diese und andere Fragen zu sprechen. Die hier vorgeschlagenen Themen sollen nur einen groben Rahmen vorgeben. Sie sollen sie mit Ihrem Wissen füllen und gegebenenfalls neue Schwerpunkte setzen. Wir wollen erfahren, welche Themen Ihnen wichtig sind. Denn die Beiträge dieses Blogs sollen thematisch aufgegriffen und im Rahmen einer europäischen Fachtagung am 03. und 04. April 2009 in Mannheim diskutiert werden.

Diskutieren Sie schon jetzt und hier mit uns. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und Kommentare.”

Sie finden uns unter der WebAdresse Frauen in Europa

Die einfachste Möglichkeit der Beteiligung ist es einen Kommentar zu schreiben. Das entsprechende Feld finden Sie unter dem jeweiligen Artikel. Eigene Beiträge, neue Themenfelder oder Vorschläge für weitere Links senden Sie bitte an die unter Kontakte stehenden Mail-Adressen.

Unser Blog lebt natürlich von Beteiligung und reger Diskussion. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diesen Aufruf an Ihre Netzwerke und fachlich Interessierte weiterleiten.

Mit dem Anspruch einer transnationalen Diskussion, bieten wir alle Beiträge in Kürze auch in englischer Sprache an. Wer beide Diskussionsforen verfolgen will, kann über die dann eingestellten Flaggensymbole auf den englischen und den deutschen Blog zugreifen. Die englischsprachigen Kommentare werden nicht ins Deutsche übersetzt.

STADT MANNHEIM ²
Büro der Frauenbeauftragten
Claudia Möller

Tel.: 0621 / 293-9676
Fax: 0621 / 293-9576
Mobil: 0162 / 293-9094
e-mail: claudia.moeller@mannheim.de

GenderDiversity fits Europe – eine Reise durch Mittel-Süd-Ost Europa

Am 13.11.2008 fand in der Heinrich Böll Stiftung die öffentliche Abendveranstaltung des einwöchigen Workshops “GenderDiversity fits Europe” statt, an der neben Elisabeth Schroedter, Abgeordnete des europäischen Parlaments, ExpertInnen und AkteurInnen aus 15 mittel-, süd- und osteuropäischen Ländern teilnahmen.


ILE-Newsletter Hier einige Eindrücke vom Workshop:

GenderDiversity fits Europe – eine Reise durch süd-ost Europa

Gender Diversity in Süd-Ost Europa
Initiiert und durchgeführt wurde dieser Workshop von Claudia Neusüß und Christian Raschke, die Koordination lag bei Ruth Slomski (Institut für lebenslanges Lernen in Europa, ILE). Zielgruppen waren insbesondere Gender Diversity Trainer und Trainerinnen sowie ExpertInnen und Aktive im Bereich Gender Diversity.

Die Heinrich Böll Stiftung, das Familienplanungszentrum in Bratislava, die efKa Stiftung in Krakau und das Gender&Diversity Netzwerk sind PartnerInnen und unterstützten den Workshop.

Im Fokus des Workshops standen die Erfolge, aber auch Widerstände, Konflikte und Bedürfnisse der Teilnehmenden im Hinblick auf ein kontinuierliches Lernen, Austausch und Netzwerkbildung.

Beispiele für Gute Praxis/Best Practice für die Implementierung von Gender Diversity aus unterschiedlichen nationalen Kontexten boten eine Grundlage für Reflexionen in der Gruppe und stellten ein geeignetes Lernfeld zur Umsetzung von Gender und Diversity Strategien dar. Dabei standen die Potenziale im Vordergrund, sowohl der Teilnehmenden als auch der gegebenen Strukturen und institutionellen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern, um von diesem Blickwinkel die Möglichkeiten für Veränderungen in Richtung Gender Diversity und Gleichstellung auszuloten.

Ziel des Workshops war zudem, die Netzwerkbildung von Gender Diversity ExpertInnen in Europa zu befördern.

Kontakt: Ruth Slomski from ILE info@ile-berlin.eu

Politische Partizipation von Frauen in der Türkei

Um die Frage der Rolle der EU für Frauenbewegungen und politische Partizipation ging es in meinem Vortrag am 25. Oktober im Rahmen der Veranstaltung Perspektive Europa: “Wir sind dran!” Politische Partizipation von Frauen in der Türkei.

mit Halime Güner, Ucan Süpürge (Fliegende Besen), Foto: Jette Knoblich

„Muss frau einen Schnurrbart tragen, um im türkischen Parlament zu sein?!“ war die Frage einer pfiffigen Kampagne im letzten Jahr in der Türkei im Wahlkampf. Es ging um die stärkere Repräsentation und Partizipation von Frauen. Die türkischen Wahlen haben 2007 zu viel Aufregung, aber auch zu viel Bewegung geführt, vor allem frauenpolitisch.

Die drei berlinweit agierenden politischen Organisationen Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V., August-Bebel-Institut und Stadtteilmanagement Brunnenviertel greifen die Debatten um Verfassungsreform und Frauenquoten in den türkischen Parteien auf.

Mit einem aktuellen Dokumentarfilm in Erstaufführung am 24.10.2008 und mit einer Tagesveranstaltung am 25.10.08 in der Freien Schule am Mauerpark e.V., Wolliner Str. 25/26 wurde das Thema politische Partizipation von Frauen in der Türkei auf den unterschiedlichen Ebenen beleuchtet und ein differenziertes Bild von den aktuellen frauen- und europapolitischen Debatten und Aktivitäten in der Türkei gezeichnet.

Zu Gast waren Akteurinnen aus der frauenpolitischen Szene. Von den „Fliegenden Besen/Ucan Süpürge“ leitete Halime Güner einen Workshop, für KA-DER, die Frauen für die Politik stark machen gestaltete Ayse Bilge Dicleli einen Workshop.

Perspektive Europa. Wir sind dran!
Politische Partizipation von Frauen in der Türkei
24. Oktober 2008, 17-21 Uhr
25. Oktober 2008, 10-18 Uhr

Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung Berlin

Veranstaltungsort:
Freie Schule am Mauerpark e.V.
Wollinerstr. 25/26, 13355 Berlin (Wedding)

Frauenfragen sind Männerfragen….

sind Geschlechterfragen. 40 Jahre Neue Frauenbewegungen. – Und jetzt?” Konferenz am 12.-14.Juni 2008 an der Ruhr-Universität Bochum. Ilse Lenz, engagierte Professorin der kritischen Frauen- und Geschlechterforschung wurde anlässlich ihres 60.Geburtstages geehrt. Herzlichen Glückwunsch, liebe Ilse Lenz!

Gemeinsam mit der grünen Europaabgeordneten Elisabeth Schroedter diskutierte ich über Handlungsmöglichkeiten auf den verschiedenen Ebenen der europäischen Union .
40jahrefrauenbewegung.pdf

Feminismus ist wieder ein Thema. Wird er als ‚neuer Feminismus’ wieder gebraucht, oder ist er ‚an allem schuld’ und gehört in die Mottenkiste? Es wird zum Teil heftig darüber gestritten, was die Neuen Frauenbewegungen (nicht oder falsch) gemacht haben. Aber es gibt kaum Wissen darüber, was die Neuen Frauenbewegungen nun wirklich gewollt und erreicht haben, welche Anliegen sie hatten und wie sie sie umsetzen konnten. Und was haben Männer mit und aus diesen Bewegungen gemacht? Wie stehen sie und die jungen und älteren Frauen heute zu den Ergebnissen und Auswirkungen?

Im Mittelpunkt dieser Tagung stehen Fragen nach der Innovationskraft und Selbstreflexivität der Neuen Frauenbewegungen und nach ihren Wirkungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Dabei werden geschlechterdialogische Anknüpfungspunkte berücksichtigt und über Zukunftsvisionen des Geschlechterverhältnisses debattiert.

Beiträge und Diskussionen orientieren sich an folgenden Fragen: Welche unterschiedlichen Lernprozesse haben diese Bewegungen in Deutschland durchlaufen? Wie hat sich das Verhältnis zwischen Feminismus und Gender- Orientierung entwickelt? Welche Relevanz haben diese Veränderungsprozesse für die heutige Gesellschaft? Welche neuartigen, innovativen Strategien, Organisations- und Politikformen ergeben sich daraus? Welche Bedeutung haben neuere Ansätze wie die Geschlechterdemokratie für die Zukunft?

Die Konferenz möchte Frauen und Männer aus Forschung, politischen Parteien, Verbänden und sozialen Bewegungen zusammenbringen und den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis stärken.

Es laden ein: das Gunda Werner Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie der Heinrich Böll Stiftung, die Heinrich Böll Stiftung NRW, die Hans-Böckler Stiftung und die Maria Jahoda Gastprofessur an der Ruhr-Universität Bochum.

Kontakt: Kristina Binner, Kristina.Binner@rub.de, fon: 0234-32 266 46

Target-Workshop:"Content of Gender(+) Training"

Around the world, the succesful implementation of “gender+” (i.e. the intersectional dimension of gender) equality policies requires high-quality trainings for policy makers and civil servants.
The international project TARGET (Transnational Applied Research in Gender Equity Training) allows for a broad exchange between experts from the EU and the U.S.. Founders and partners are, among others, Prof. Dr. Myra Marx Feree/U.S. and Prof. Dr. Mieke Verloo/Netherlands). One of the main objectives of TARGET is the development of good training curricula towards gender+.

TARGET is a collaborative project of the Women's Studies Programmes of the University of Wisconsin-Madison and of the Northeastern University in the U.S. and the QUINB network of the European Union.

The Expert Meeting took place from 16 May to 17 May 2008 at the Humboldt-University/Berlin, Faculty of Law, hosted by Prof. Dr. Susanne Baer from the Gender Competence Center, member of QUING – Quality in Gender + Equality Policies and partner of the TARGET Project.

I very much enjoyed the exchange with colleagues, trainers and scientists from Lithuania, Spain, the Netherlands, Austria, Germany and the U.S. around questions like “Theory in gender(+) trainings, normative and personal goals, which methods for which objectives…?”.
Many thanks to the organizers!

Jean Monnets Europa Idee damals und heute

Anna Holz war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Viadrina in Frankfurt an der Oder und meine Mentee im Berlin-Brandenburger Mentoringprogramm. Sie arbeitete zu den Europa Ideen von Jean Monnet im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang „European Studies“ (M. A.) an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Jetzt ist die immer noch sehr aktuelle Arbeit als Publikation erschienen, auf die ich sie gern hinweisen möchte. 978-3-8364-3736-3_CO_Holz-Anna.pdf

Anna Holz über ihre Arbeit: Denn in der damaligen Debatte ging es u. a. um die Aktualität der Gemeinschaftsmethode nach Jean Monnet bzw. die Notwendigkeit zu institutionellen und vertraglichen Reformen. Vorgelegt wurde schließlich ein Verfassungsvertrag, der von der französischen und niederländischen Bevölkerung abgelehnt wurde, wodurch die Handlungs- sowie Reformfähigkeit der Europäischen Union mit nunmehr 27 Mitgliedstaaten eingeschränkt worden war.

In den vergangenen zwei Jahren wurde wiederum gestritten und gerungen um die Kompetenzen der Union und seiner Mitglieder und damit letztlich um das Ausmaß der Integration. Deutlich geworden ist, dass einzelne Nationalstaaten für die Vollendung der politischen Integration noch nicht bereit sind. Und somit häufen sich die Kommentare, dass die Europäische Union nach dem Scheitern der Verfassung mit dem neuen Reformvertrag, der im Dezember in Lissabon unterzeichnet und danach in den einzelnen Staaten ratifiziert werden soll, zur traditionellen Politik, zur Methode Monnet, zur so genannten Integration der kleinen Schritte, zurückkehrt.

Gemeint ist damit vor allem die Reduzierung der Handlungsspielräume und institutionellen Reformen auf das Machbare und den Konsens. Aufgegeben wurden die ambitionierten Pläne, die EU symbolhaft staatsähnlicher auszugestalten und den Bürgern damit näher zu bringen.

Um genauer zu verstehen, was die Referenz auf Monnet und seine Integrationsmethode bedeutet, ist diese Arbeit nach wie vor hilfreich und nützlich. Sie kann aufklären und helfen, sich ein besseres Urteil über den jetzigen Stand der Integration in der Europäischen Union zu bilden. In diesem Sinne wurde die Arbeit nur leicht überarbeitet, um die Lesbarkeit vom heutigen Standpunkt aus zu verbessern.

Danken möchte ich den beiden Gutachtern der Masterarbeit, Em. Prof. Dr. Helmut Wagner (FU Berlin) und Junior-Prof. Dr. Timm Beichelt (Viadrina), die mich bis zum heutigen Tage stets in meinen wissenschaftlichen Tätigkeiten unterstützt und gefördert haben!

Anna Holz im Herbst 2007