Kategorie-Archiv: Push Up – Nachwuchs!

Veranstaltungstip: Female Entrepreneurship

Weibliches Unternehmertum – (K)eine Frauensache?

Veranstaltung am 22. – 23. März 2017 in Oldenburg

Was sind die Besonderheiten weiblichen Unternehmertums, und wie lässt sich dessen Potenzial zukünftig (noch besser) fördern?

Ziel des jährlichen Forums ist es zu spezifischen Fokusthemen den Austausch von Wissenschaft und Praxis mit Blick auf Potenziale und Förderbedarfen „weiblichen Unternehmertums“ anzuregen und in Handlungsstrategien zu überführen. Die drei Leitfragen der Workshop Sessions und Podiumsdiskussionen in 2017 lauten:

  • Wird die digitale Unternehmenskultur weiblich(er)?
  • Kann die Förderung einer Intrapreneurship-Kultur die gläserne Decke durchbrechen?
  • Was braucht es, damit Deutschland „Land der Unternehmerinnen“ wird?

Keynote: Dr. Claudia Neusüß, compassorange GmbH

Das Forum richtet sich an Interessierte aller Geschlechter aus Forschung, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Leitung: Prof. Dr. Stephanie Birkner/Female Entrepreneurship

Kontakt

Oldenburg: WEforum – Women Entrepreneurship Forum 2017

Weibliches Unternehmertum – (K)eine Frauensache?

Was sind die Besonderheiten weiblichen Unternehmertums, und wie lässt sich dessen Potenzial zukünftig (noch besser) fördern? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden des 1. Oldenburger Women Entrepreneurship Forums erstmalig im September 2016. Aufgrund der großen Resonanz wird das Forum zukünftig jährlich ausgerichtet. Veranstaltet wird das Forum von der Juniorprofessur für Female Entrepreneurship  Prof. Dr. Stephanie Birkner und dem An-Institut GIZ gGmbH an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Keynote: Dr. Claudia Neusüß, compassorange

s. auch #WEforfuture

Kontakt und Programm

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Buchtip: Mentoring als Möglichkeitsraum

Basierend auf einem  mehrfach ausgezeichnetem Mentoring-Programm für Studierende mit Behinderung greift die Untersuchung die Erfahrungen der Beteiligten auf.

Deutlich wird das Potenzial von Mentoring als Empowerment, die Offenheit der Konzeption und die Vielfalt des Lebens mit Beeinträchtigungen.

„Im Gegensatz zu einer an wirtschaftswissenschaftlichen Standards orientierten Konzeption von erfolgreichem Mentoring als einem der Karriere unmittelbar zuträglichem Anastz, zeigt die vorliegende Studie, dass die Aufdeckung, Verarbeitung und Bewältigung von Karrierenhindernissen umfassender einsetzen kann und sollte, insbesondere im Zusammenhang von erhöhten Exklusionsrisiken, wie sie im Fall von Frauen und von Menschen mit Behinderung im Wissenschaftssystem greifen.“ (S.3) (Hervorhebung CN)

Bereswill, Mechthild/Pax, Rafaela M./Zühlke, Johanna: Mentoring als Möglichkeitsraum, Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Mentoring-Programms für Studentinnen mit Behinderung, Kassel, 2013

 

 

Hinweis: LEIHBAR! Konsumverhalten verändern

Der heutige Wirtschaftingenieur Andreas Arnold entwickelte die Grundlagen für die LEIHBAR (s.unten).

Entwickelt wurde die Idee im Jahr 2011 im Rahmen einer von mir im Rahmen einer Gastprofessur an der TU angebotenen Learning Journey for Social Entrepreneurship. Das Sozialunternehmen wurde seitdem beständig weiterentwickelt…
Leihbar

aus der Selbstbeschreibung:
„Leihbar verschreibt sich jedoch nicht nur dem Verändern des Konsumverhaltens, sondern möchte auch neue Wege der Unternehmensgründung gehen…. ..Dabei ist es uns wichtig, die Community (Mitstreiter, Fans, Follower, Kunden, etc.) so früh wie möglich partizipativ einzubinden, um gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten und fortwährend Feedback zu erhalten. In diesem Sinne möchte euch das gesamte Leihbar Team dazu ermuntern, regelmäßig in die Rubrik Unterstützung gesucht! zu schauen, um gemeinsam diesen Weg zu gehen.“

Team

Das Leihbar Team besteht aus Andreas Arnold, Nikolai Wolfert und Michael Conzelmann, die kurz vorgestellt werden sollen.

Andreas Arnold (29) ist einer der ursprünglichen Gründer von Leihbar und hat sich seit Ende 2011 mit dem Thema „Geteilter Konsum“ bzw. „Sharing Economy“, dessen Ausprägung in der Praxis und mögliche Konzepte für Leihbar beschäftigt. Innerhalb des Kurses „Social Entrepreneurship“ (Prof. Claudia Neusüß) konnte er erste Erfahrungen zu Herangehensweisen aus dem Sozialunternehmertum erlernen und sich dem Thema Kernthema annehmen. Dabei hat er ein Excel-basiertes Leihpilotprojekt im Freundeskreis gestartet, war mit einem Informationsstand und Ausprobieraktionen auf dem Berlin nahen Greenville Festival vertreten und betreibt seitdem die Leihbar-Internetpräsenz, sowie den Leihbar Facebookseite. Als Treibkraft von Leihbar ist Andreas an jedem Prozess beteiligt und plant die weitere Vorgehensweise.

Andreas hat einen Abschluss als Diplom Wirtschaftsingenieur (TU Berlin) und kann auf ein breites Wirtschaftsverständnis und Instrumente hinsichtlich Marktanalysen und Projektmanagement zurückblicken. Im Rahmen seiner akademischen und praktischen Ausbildung hat er einen Weg zwischen Erneuerbaren Energien und Entwicklungszusammenarbeit eingeschlagen.

Interview mit Dr. Kinga Dunin

Agnieszka Pawlak, Projektassistentin in meinem Büro, sprach mit Dr. Kinga Dunin zur gleichstellungspolitischen Lage in Polen. Dr. Kinga Dunin ist Soziologin, Literaturkritikerin und Schriftstellerin. Sie publiziert regelmäßig in Wysokie Obcasy, einem Frauenextra von Gazeta Wyborcza, der größten polnischen Tageszeitung.
Sie schreibt auch für Krytyka Polityczna, einer sozial-politischen Zeitschrift, dessen Ziel es u.a. ist, eine neue linke Bewegung in Polen aufzubauen. 2004 hat sie die Grüne Partei in Polen mitgegründet. Sie lebt in Warschau und arbeitet dort an der Medizinischen Universität.

In diesem Jahr feierte die zum Frauentag organisierte Manifa, eine alljährliche Demonstration organisiert von feministischen Gruppen in den Großstädten Polens, ihr 10-jähriges Jubiläum. Was wurde durch sie in dieser Zeit in Polen verändert? Warum ist es immer noch wichtig, zu demonstieren und für Frauenrechte zu streiten?

Die ersten Manify waren gegen-kulturelle Ereignisse, die auf die Problematik der Gleichstellung der Frauen mit der Methode des Skandals aufmerksam gemacht haben. Längst stellen sie keinen Skandal mehr dar, sondern ein jährliches Ereignis, das daran erinnert, dass die Frage der Gleichstellung der Frauen in Polen immer noch präsent ist. Arbeitergruppen haben sich den Manifestationen angeschlossen, statt chauvinistischer Kommentare informieren die Medien ziemlich aufrichtig über die Postulate der Frauenbewegungen. Die Manify sind wie ein großes Aushängeschild unserer Aktivitäten – Dank ihnen finden Frauen ihren eigenen Weg zum Feminismus… der Mainstream wird gezwungen, sich mit den Themen zu beschäftigen, die oft missachtet werden.

Gleichstellung betrifft alle Menschen. Die Änderung der Situation der Frauen beeinflusst auch die Situation der Männer. Ich meine damit z.B. die Aufgabenteilung in der Familie. Wie steht es in Polen mit dem Engagement der Männer in Sachen Gleichstellung?

Es traten Männer hervor, die sich als Feministen deklarierten, im vergangenen Jahr haben viele bekannte Männer einen offenen Brief unterschrieben und ihre Bereitschaft erklärt, die Gleichstellung der Geschlechter zu befördern. Das kulturelle Männerbild ändert sich, vor allem das des Vaters. In diesem Jahr wurde endlich der Vaterschaftsurlaub eingeführt, in der kleinen Dimension von einer Woche, aber immerhin.

Diesjähriges Motto der Manifa war: „Solidarisch in der Krise. Solidarisch im Kampf.“ Wie sieht die Solidarität der Polinnen in der Zeit der Krise aus? Kann man eine Intensivierung der Zusammenarbeit beobachten?

Ja, die Kooperation zwischen feministischen Gruppen und den Gewerkschaften in weiblichen Berufen – Krankenschwestern, Supermarktmitarbeiterinnen, Lehrerinnen – wird enger.

In Deutschland wird wegen der Wirtschaftskrise eine Debatte über die Präsenz von Frauen in Aufsichtsräten, Vorständen von Unternehmen, Banken etc. geführt. Andere, auch damit verbundene Themen sind: Lohnungleichheit, Teilnahme der Frauen an der Politik und ihr Zugang zu den höchsten politischen Ämtern. Womit beschäftigt sich die aktuelle Debatte in Polen?

Immer noch mit reproduktiven Fragen, mit dem Recht auf legale Abtreibung, sexuelle Erziehung. Diese Debatte wird von den konservativen Mächten blockiert, kehrt aber immer wieder zurück. Neuerdings als Auseinandersetzung in der Sache der Zulassung der in vitro Befruchtung. Die neuste und heißeste öffentliche Debatte bezieht sich auf die Einführung der Parität auf den Wahllisten.

Ich möchte Sie auch fragen, welche Eindrücke Sie auf dem im Juni 2009 stattgefundenen Frauenkongress gesammelt haben. Dieses Ereignis wurde von den deutschen Medien ganz übersehen, aber Beobachterinnen der Frauenbewegung in Polen glauben, dass es zu Unrecht geschah. Was war für Sie das Wichtigste, wenn es um das Programm und den Ablauf des Kongresses geht und auch um dessen Einfluss auf die Situation der Frauen in Polen?

Das Wichtigste ist wahrscheinlich, dass sich eine breite, „über die Spaltungen“ hinaus gehende Frauenbewegung formte. Es gelang, eine gemeinsame Handlungsbasis zu finden – den Kampf um die Parität. Es gelang auch, 150.000 Unterschriften für einen bürgerlichen Gesetzesentwurf zu sammeln und diesen in die Debatten des Parlaments einzubringen.

Ich bedanke mich für das Gespräch!

Anke Caspers – Zukunft des Sozialen!

Anke Caspers unterstützt als Projektassistentin seit November letzten Jahres mein Büro. Sie ist sowohl Diplom-Sozialwissenschaftlerin als auch in erster Berufsausbildung gelernte Ergotherapeutin. Wissenschaftlich hat sie sich mit den Forschungsgebieten Gender, Migrationspolitik und Sozialpolitik beschäftigt.
Im Rahmen ihrer Mitarbeit im Arbeitskreis Zukunft des Sozialen des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung plant und koordiniert sie sozialpolitische Veranstaltungen. Sie ist freiberuflich als Referentin in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit tätig.

GTZ Symposium „Zwischen Hörsaal und Projekt“

Am 4. Februar wurden beim 9. Symposium Zwischen Hörsaal und Projekt in der GTZ-Repräsentanz Berlin die besten zwölf Projektteams präsentiert. Initiatorin des Projekts ist die Politikwissenschaftlerin und Expertin in Sachen „Learning“ Dr. Regine Schönenberg. Als Mitglied der Jury, die die drei besten Arbeiten prämierte, habe ich die Auswahl begleitet. Der erste Platz ging an Anne-Katrin Schultz und Daniel Däschle von der Universität Leipzig (Geographie und Afrikanistik) für das Projekt Nachhaltig aus dem Teufelskreis?.

Den zweiten Platz belegten Savia Hasanova und Rustamdjan Hakimov von der Humboldt- Universität zu Berlin (Management and Economics) für das Projekt HIV/AIDS and prevention of addiction in Kyrgistan: harm reduction saving lives.
Den dritten Platz gewannen Karoline Hemminger und Friederike Grund, auch von der Humboldt- Universität zu Berlin (Agrarwissenschaften/Gartenbau), für das Projekt Un jardin, ça aide!

Leonie Lorenz – Gender in der Entwicklungszusammenarbeit

Leonie Lorenz (21) arbeitet seit November 2009 als Projektassistentin in meinem Büro. Sie ist dabei vor allem für meine internationalen Projekte zuständig und unterstützt die Organisation des Workshops Gender Diversity Management in Europe 2010 sowie den Aufbau des europäischen Weiterbildungsprogramms Gender Diversity Management.
Zusammen mit OWEN – Mobile Akademie für Geschlechterdemokratie und Freidensförderung e.V. organisiert sie außerdem die internationale Konferenz Gender Counts zur Sicherheitsratsresolution 1325.
Parallel dazu studiert sie im 9. Semester Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin, mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik. Dabei interessiert sie sich besonders für die Arbeit von internationalen Organisationen und die Bedeutung von Geschlechterverhältnissen in der Entwicklungszusammenarbeit.

Ab Mitte April 2010 wird sie ein sechsmonatiges Praktikum bei UNIFEM in Vietnam absolvieren und das vietnamesische Ministerium für Arbeit und Soziales bei der Vorbereitung der Sitzungen im ASEAN Committe on Women unterstützen, dem Vietnam in diesem Jahr vorsteht.

Verstärkung: Carina Usko

Carina Usko (27) ist seit Dezember 2009 als Projektassistentin in meinem Büro tätig. Die gelernte Diplom-Politologin und Projektkoordinatorin im internationalen Projektmanagement befasst sich mit den Themen Social Business und Social Entrepreneurship auf nationaler und globaler Ebene. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei in der Herausforderung, soziale und ökologisch nachhaltige Gesellschaftsstrukturen aufzubauen. In meinem Büro befasst sie sich mit Fragen rund um die Themen Social Entrepreneurship, unternehmerisches Denken an Universitäten und Diversity Management.

Agnieszka Pawlak im Team

Agnieszka Pawlak ist gelernte Soziologin und hat sich wissenschaftlich mit Fragen nationaler Identität beschäftigt. Ehrenamtlich arbeitet sie bei XENION e.V., einer Organisation, die traumatisierte Flüchtlinge aus allen Regionen der Welt betreut. In dem Zusammenhang ist sie auch als Mentorin tätig. In meinem Büro ist sie mit Fragen interkultureller Diversität befasst und mit politischer Lageeinschätzung zur Frauen- und Geschlechterpolitik in Polen.