Tagung in Potsdam: Entgeltunterschiede beseitigen

Am 19.Juni  2015  findet in Potsdam auf Einladung  der LASA Brandenburg GmbH eine Veranstaltung statt zum Thema Entgeltunterschiede beseitigen – Brandenburg für gleichen Lohn fur gleichwertige Arbeit. Die Veranstaltung wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie aus Mitteln des Landes Brandenburg gefördert.

Sprecherinnen sind u.a.  die Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt, PD Dr. Elke Holst, Forschungsdirektorin Gender Studies im Vorstandsbereich des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e. V., Berlin und Dr. Andrea-Hilla Carl, Geschäftsführerin des Harriet Taylor Mill-Instituts für Ökonomie und Geschlechterforschung der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

In Deutschland verdienen Frauen durchschnittlich rund 22 Prozent weniger als Männer. In den ostdeutschen Bundesländern ist diese Lücke mit 9 Prozent deutlich geringer, aber anders als in den alten Bundesländern ist die Entgeltlücke, der so genannte Gender Pay Gap, in den ostdeutschen Bundesländern in den letzten Jahren leicht angestiegen.

Auf der Veranstaltung wollen wir über Gründe, die zu der Lohnlücke führen, sprechen und darüber, mit welchen Maßnahmen sie verringert werden kann.

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+++ Beteiligung wichtig – Konsultationsverfahren zu EU-Gleichstellungspolitik ++

Die Gleichstellungsstrategie der Europäischen Kommission läuft Ende 2015 aus. Diese Strategie ist ein wichtiger formaler Rahmen und zentraler Bezugspunkt für die Gleichstellungspolitik auf EU-Ebene.

Insbesondere seit Mitte der 1990er Jahre war die Europäische Kommission ein bedeutender Motor für Gleichstellungspolitik in den EU-Mitgliedstaaten; in den letzten Jahren hat die EU-Gleichstellungspolitik jedoch merklich an Kraft verloren. Nach derzeitigen Informationen ist es nicht sicher, ob es nach 2015 wieder eine neue Gleichstellungsstrategie der Europäischen Kommission geben wird. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass das Thema Gleichstellung nicht in der EU2020 Strategie verankert ist, wäre ein Wegfall der Gleichstellungsstrategie ein fatales Signal.

Das von der Kommission eröffnete Konsultationsverfahren ist eine wichtige Gelegenheit zu zeigen, dass es öffentliches Interesse an einer substantiellen Gleichstellungspolitik der Europäischen Union gibt, und dass das Thema stärker auf die politische Agenda kommen soll. Deswegen ist es wichtig, dass sich möglichst viele daran beteiligen. Bei dem Konsultationsverfahren handelt es sich um einen kurzen, einfach zu handhabenden Online-Fragebogen zum Ankreuzen und mit einem Feld für eigene Kommentare.

Link zum Konsultationsverfahren – Übersicht: http://ec.europa.eu/justice/newsroom/gender-equality/opinion/150421_en.htm

Link zum Fragebogen: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/GenderEquality2015

Link Gleichstellungsstrategie 2010-2015: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2010:0491:FIN:DE:PDF

 

Berliner Heldinnen: Louise-Schroeder Medaille an Carola von Braun

Mit der Louise-Schroeder-Medaille wird der Einsatz für Demokratie, Frieden, soziale Gerechtigkeit und die Gleichstellung von Frauen und Männern gewürdigt.

In diesem Jahr geht sie an Carola von Braun. Als liberale Politikerin, frauenrechtliche und zivilgesellschaftliche Akteurin hat sie sich insbesondere durch ihr Engagement für die Gleichberechtigung von Frauen verdient gemacht. Carola von Braun ist u.a. Gründungsmitglied der Überparteilichen Fraueninitiative Berlin (Üpfi) und war erste Frauenbeauftragte des Landes Berlin.

Die Verleihung der Louise-Schroeder-Medaille findet am 20. April 2015 um 18.00 Uhr im Festsaal des Abgeordnetenhauses statt.

Mehr Infos hier: http://www.parlament-berlin.de/de/Meldungen/Aktuelle-Meldungen-fuer-Startseite/Eine-aussergewoehnliche-Medaille-fuer-eine-aussergewoehnliche-Frau?open&ref=97WHKX913MMIS

 

Buchneuerscheinung: Ein bisschen gleich ist nicht gleich genug…

Die Publizistin, Netzaktivistin und Unternehmsberaterin Anke Domscheit-Berg hat ein empfehlenswertes Buch  zum Theme Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit geschrieben. “Ein bisschen gleich ist nicht gleich genug! Warum wir von Geschlechtergerechtigkeit noch weit entfernt sind – Ein Weckruf!”, München 2015

http://www.zeit.de/karriere/2015-03/ein-bisschen-gleich-ist-nicht-genug-domscheit-berg-rezension

Aufruf der Initiative: Care.Macht.Mehr

Wissenschaftler_innen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland haben einen  Aufruf gestartet:  Die Care.Macht.Mehr-Initiative  will den 1. Mai zu nutzen, um auf die unsichtbare  – oft von Frauen geleistete Care-Arbeit – hinzuweisen.
Vielleicht mögen Sie dies weitersagen oder sich selbst mit Aktionen beteiligen.

Auf der Webseite der Care.macht.Mehr-Initiative http://care-macht-mehr.com/ finden Sie auch das Care-Manifest, das bereits von mehr als 1000 Menschen unterzeichnet wurde.

Ehrung engagierter Berlinerinnen

Der Berliner Frauenpreis zeichnet Berlinerinnen aus, die sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einsetzen. Zum diesjährigen 25. Jubiläum werden alle bisherigen Preisträgerinnen noch einmal für ihr großes Engagement gewürdigt.

Zu diesem Anlass lädt Dilek Kolat – Bürgermeisterin und Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen – am 06. März um 18 Uhr zum Empfang in den Großen Saal im Roten Rathaus ein. Der Empfang wird durch den neuen Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller eröffnet.

Ich freue mich, den Abend zu moderieren.

Neuerscheinung: “Unsere Luftschlösser haben U-Bahnanschluss”

Die Frauengenossenschaft WeiberWirtschaft – eine Erfolgsgeschichte

Seit fast einem Vierteljahrhundert sind wir fasziniert von der WeiberWirtschaft. Diese Faszination wollten wir teilen. Das müssen wir sogar, sagten wir uns schon vor einigen Jahren. Denn das “wohl (…) größte Dinge der deutschen Frauenbewegung (taz.3.März 2012) ist anschlussfähig. Es macht auch der jüngeren Generation von Frauen Lust auf selbstbestimmtes Arbeiten und stolz darauf, was Frauen so alles auf die Beine stellen.

Wir sind viele! 

Mehr als 60 Unternehmen wirtschaften auf 7.100 Quadratmetern ökologisch gestalteter Nutzfläche. Fast 1800 Genossenschaftlerinnen sind Eigentümerinnen der Immobilie. Die Genossenschaft bewirtschaftet zudem ein Wohnhaus, einen Konferenz- und Tagungsbereich und Künstlerinnenateliers, hält eine Kinderbetreuung für fast 100 Kinder am Standort  bereit, sowie  Restaurants und einen Biergarten. Im Vorderhaus bietet die Gründerinnenzentrale, ein “Kind” der Genossenschaft ihre Beratungsdienste für Selbständige und Gründerinnen an.

Stimmen:

Hier ein blogbeitrag  (in engl. Sprache) der Soziologin und Genossenschaftlerin Silke Roth von der University of Southampton, die einen Beitrag  unter dem Titel  “Keine Berührungsängste” http://blog.soton.ac.uk/wfrc/  im Buch veröffentlicht hat.

“Das Ergebnis ist nicht nur die Firmengeschichte der WeiberWirtschaft eG, sondern zugleich ein Stück Wirtschaftsgeschichte der Wendezeit, das viele zentrale Fragen der heutigen ökonomischen Entwicklung vorweg nahm.” (Genossenschaftsverband)

http://www.berliner-woche.de/mitte/wirtschaft/25-jahre-frauengenossenschaft-d66958.html

Claudia Neusüß/Katja von der Bey (Hg.):”Unsere Luftschlösser haben U-Bahnanschluss” – WeiberWirtschaft eine Erfolgsgeschichte, Berlin, Januar 2015
gegen eine Schutzgebühr von 10,00 Euro erhältlich via www.weiberwirtschaft.de  unter Kontakte.

Buchneuerscheinung: Geschlechterpolitik in Krisenzeiten

Das Autor_innen-Team Hildegard Maria Nickel, Andreas Heilmann, Hasko Hüning und Max Till stellt eine Fallstaudie aus dem Bankensektor vor.  Die Publikation ist eingebunden in das von der Hans-Böckler Stiftung geförderte Projekt “Frauen in Führungspositionen? Reflexive Karriereplanung und blockierte Aufstiege”.

Die Autor_innen verweisen darauf, dass die Phase der Umstruktuierung der Unternehmen (2001-2006) als Zeitfenster für eine strukturelle Verbesserung der Position von Frauen in Unternehmen nicht genutzt worden sei.

Sie verweisen aber auch auf einen Mentalitätswechsel bei jüngeren, männlichen Führungskräften, die auf Gemeinsamkeiten mit weiblichen Führungskräften weisen (z.B. mit Blick auf Elternschaft, Gesundheit, Lebensqualität) und damit neue Anknüpfungspunkte für Gleichstellungpolitik biete.

Insgesamt appellieren sie vehement für eine Gleichstellungspolitik, die als “integraler Aspekt von Organisationsentwicklung” verstanden wird.

edition sigma, Berlin, 2015.

Vote for Schülerinnen mit Handycap: Energie an den Start (Nr.4) ein Projekt von Life e.V.

Sehr gern weise ich Sie auf ein Projekt unserer Schwarmpartnerin Life e.V. hin, einem ganz wunderbaren Berliner Bildungsträger . Das Projekt  unterstützt Schülerinnen mit und ohne Behinderung in ihrer beruflichen Entwicklung.

Hier die Bitte von Dr. Barbara Schöler-Macher, Geschäftsführerin von Life dazu:

Liebe Freunde und Freundinnen,
 
ein Projekt von LIFE e.V. hat es unter die TOP 10 einer Charity-Aktion von Vattenfall geschafft. Nun steht es in harter Konkurrenz mit 9 anderen Projekten, denn wer die meisten Zustimmungen bis zum 3. März auf sich vereinigt, hat gewonnen. Ein Sieg für uns würde bedeuten: eine Spende von 10.000 € für berufsorientierende Arbeit, die hauptsächlich Schülerinnen mit Behinderungen zugutekommt.
 
Also: bitte votet für das LIFE-Projekt; es heißt Energie an den Start (Nr. 4).  Hierfür auf den Vattenfall-link (unten in der mail) gehen; an der inneren Leiste nach unten scrollen und in das Kästchen vor „Teilnahmebedingungen“ klicken und auf das dann aktivierte Feld „Stimme abgeben“ gehen.
 
Gerne auch an viele Leute Eures/Ihres Vertrauens weiterleiten, damit sie dem LIFE-Projekt ihre Stimme geben.

www.vattenfall.de/halbmarathon
 
Lieben Gruß und Danke
Dr. Barbara Schöler-Macher